Informationen Januar

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

für mich ist es stets eine besondere Freude und Ehre, wenn ich gemeinsam mit unserem Stadtverordnetenvorsitzenden in jedem Jahr die Louis-Schiller-Medaille als Auszeichnung für besonderes bürgerschaftliches Engagement vergeben kann. Traditionell findet die Verleihung im Rahmen des Jahresabschlussempfanges statt, zu dem wir in diesem Jahr auch Gäste aus unseren Partnerstädten Montataire und Salaspils begrüßen konnten. Mit der Mit der Ehrenmedaille der Stadt Finsterwalder sind im Jahr 2017 die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Finsterwalde geehrt worden. Die Louis-Schiller-Medaille, die Stadtbrandmeister Michael Kamenz stellvertretend für alle entgegennahm, gilt jedem und jeder Einzelnen von ihnen.

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

2017 wird uns als ein besonders baustellenreiches Jahr in Erinnerung bleiben. Bereits im letzten Jahr habe ich ungefähr zu dieser Zeit gesagt, dass die Händler und Anlieger in der Berliner Straße eine Durststrecke hinter sich haben. Damals sprach ich vom vollendeten ersten Bauabschnitt der „OP am offenen Herzen“, wie ich die Bauarbeiten in der Berliner Straße oft scherzhaft nenne. Zum Jahresabschluss 2017 konnte ich verkünden: der zweite Bauabschnitt ist ebenfalls fertig gestellt und unsere Einkaufsstraße damit vollständig saniert. Termingerecht und im geplanten Finanzbudget konnten die Finsterwalder ihre „Berliner“ bereits eine Woche früher als geplant in Besitz nehmen. Die OP ist mehr als gelungen, könnte man wohl auch sagen.

Für die Geduld und die Unterstützung der Händlerinnen und Händler möchte ich „Danke“ sagen. Auch hier lag der Erfolg einmal mehr im Miteinander und der Kommunikation. Von Anfang an haben wir die Anlieger nach ihren Wünschen und Sorgen befragt. Wir haben mehrere Baustellenfeste gefeiert und auch die Freigabe der Berliner Straße am 2. Dezember haben wir festlich begangen.

Die Berliner Straße war aber nicht die einzige Baustelle in 2017. Zu Beginn des Jahres hatten wir ein Mal im Spaß gesagt, dass für 2017 wohl das Motto „Hier kommt man nur zu Fuß rein“ gelten wird und zwischendurch war es manchmal wirklich fast soweit. Die vielen Umleitungen und Sperrungen trieben nicht nur die ortsfremden Autofahrer zur Verzweiflung, auch wir haben manches Mal überlegen müssen, wie wir von Nord nach Nehesdorf kommen.

Wenn wir uns nun aber die fertigen Straßen anschauen: die Oskar-Kjellberg-Straße, die Salaspils iela, den Langen Damm, die Berliner Straße und bald auch die Sonnewalder und die Leipziger Straße – dann sprechen wir von einem tollen Ergebnis und erfreuen uns an unserer sanierten Stadt.

Finsterwalde zählt zu den Städten im Landkreis, die in der glücklichen Lage sind, einen ausgeglichen Haushalt zu besitzen. Das gibt uns den Handlungsspielraum, die Möglichkeit zu investieren und freiwillige Leistungen anzubieten.

Neben sanierten Straßen können wir uns auch über einen neuen Speiseraum in der Grundschule Nehesdorf freuen. Seit Juli können die Grundschüler dort im barrierefrei zugänglichen Raum essen und an manch anderen Tagen ihren Eltern zeigen, welche neuen Lieder sie gelernt haben. Denn der Raum ist als Speisesaal und als Aula nutzbar. Und obwohl sich die Kinder über den neuen Speisesaal wirklich sehr gefreut haben, ich hatte den Eindruck, eine Sache hat ihnen 2017 noch besser gefallen.

Gemeint ist der erweiterte Waldspielplatz in der Bürgerheide, der seit seiner Eröffnung durchgehend gut besucht ist. Die Fitnessgeräte, der Kletterfelsen, der neue Kleinkindbereich - egal was: es macht (nicht nur)  den Kindern Spaß, sich auszutoben. Und das hat einen ganz bestimmten Grund, denn dieses Projekt begann mit dem Motto „Bürgerbeteiligung von klein an“. Die Grundschüler aus Nehesdorf haben im Rahmen einer Schularbeit ihre Wünsche zum Ausdruck gebracht.

Dabei haben wir, meine Kollegen aber auch die Planerin und ich nicht schlecht gestaunt, denn die Kinder aus den vierten bis sechsten Klassen hatten nicht nur sich selbst im Kopf. Sie regten auch an: „Für die Kleinsten fehlt noch etwas.“ Diese Umsichtigkeit hat wohl nicht nur uns tief beeindruckt, denn auch die Sparkasse unterstützte das Projekt getreu ihrem Motto „In der Region – für die Region“ mit 45.000 Euro.

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

auch musikalisch hatte 2017 einiges für uns zu bieten. Wir haben im Januar ein wunderbares Neujahrskonzert mit dem Weimarer Klavierquartett erlebt, das wegen der großen Nachfrage gleich mit zwei Vorstellungen umgesetzt wurde.

Auch das siebente Kammermusikfestival war sehr gut besucht, was vor allem an der guten Arbeit der künstlerischen Leitung liegt. Nun können wir uns schon auf das achte Finsterwalder Kammermusikfestival freuen, das 2018 mit Werken von Edvard Grieg stattfinden wird.

Ganz besonders stimmgewaltig ging es beim 14. Chorfest des Brandenburgischen Chorverbandes zu, das wir im Juni in unserer Stadt feiern durften. 60 Chöre mit mehr als 1000 Sängerinnen und Sängern brachten unsere Stadt zum Klingen und bereiteten ihrem Beinamen „Sängerstadt“ alle Ehre.

In der Jahresmitte durften wir dann eine wunderbare „Sommerliche Abendmusik“ erleben. Die Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule haben uns mit Klassikern und moderner Musik verwöhnt. Auch das Sparkassen Sommer-Open-Air war wieder ein tolles Event inmitten der Sängerstadt.

All die schönen Konzerte, der wunderbare Gesang – sie zeigen uns, dass Kultur in unserer Stadt zu Hause ist. Es freut mich sehr, dass diese Botschaft von vielen Engagierten nach draußen getragen wird. Auch in diesem Jahr gab es aus unserer Stadt zahlreiche Preisträger beim Landes- und Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. Erst kürzlich konnten wir beim Wettbewerb um den „Finsterwalder Sänger“ internationale Gäste in der Sängerstadt begrüßen.

Unsere Stadt lebt vom Engagement ihrer Bürger. In Finsterwalde organisiert der Förderverein des Tierparks Feste für Kinder und eröffnet mit Hilfe der Sparkasse das neue Café am Schwanenteich. Der Lionsclub und der Rotary-Club helfen überall mit, die Arbeiten des Sängerfestvereins laufen auf Hochtouren, damit wir alle 2018 wieder ein rauschendes Sängerfest feiern können. Gemeinsam mit vielen Finsterwalderinnen und Finsterwaldern machen wir jedes Jahr aufs Neue beim gemeinsamen Arbeitseinsatz  unser Freibad für die Badesaison unserer Kinder fit. Bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, wo sie auch im Einsatz sind, möchte ich mich noch ein Mal  ganz besonders bedanken.

Sie schenken ihre Freizeit ihren Mitbürgern und unserer Stadt, dafür verdienen sie unser aller Respekt. Der Namensgeber für die Ehrenmedaille unserer Stadt hatte 2017 seinen 100. Todestag. Zu diesem Anlass haben wir eine Gedenktafel an sein ehemaliges Wohnhaus in der Berliner Straße angebracht.

Neben zahlreichen weiteren Anstößen, die er in der Finsterwalder Bürgerschaft gegeben hat, war Louis Schiller auch Gründungsmitglied der Finsterwalder Feuerwehr.

Ich bin mir sicher, er würde staunen, wenn er sehen könnte, was aus der Idee von damals geworden ist. Denn heute, 145 Jahre später, ist unsere Feuerwehr um einiges gewachsen und an Technik reicher geworden. Gewachsen ist aber auch die Zahl der Einsätze – beinah täglich waren die Kameradinnen und Kameraden, bildlich gesprochen, im Einsatz. Wir denken da besonders an den Brand im Haus der Freundschaft zurück. An diesen Tagen stand ein Stück unserer Stadtgeschichte in Flammen, das die Kameradinnen und Kameraden unserer freiwilligen Feuerwehr über Stunden, Tage und Nächte beschäftigte. Das Pensum, das 2017 von ihnen gefordert wurde, übersteigt eigentlich das, was man ehrenamtlichen Kräften zumuten kann.

Andreas Holfeld ist als Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung in seiner traditionellen Laudatio bei der Verleihung der Schiller-Medaille ausführlich darauf eingegangen, aber so viel sei an dieser Stelle auch noch gesagt: Finsterwalde und die Finsterwalder Bürgerschaft verdanken diesen Männern und Frauen sehr viel.

 Ob bei Bränden, Hilfeleistungen oder Türnotöffnungen, stets und ständig sind die Kameradinnen und Kameraden für uns im Einsatz. Dafür möchte ich ihnen auch an dieser Stelle erneut danken.

Liebe Finsterwalderinnen und Finsterwalder,

ein Jahr mit vielen Ereignissen liegt hinter uns. Es war gelegentlich turbulent, aber ich spüre, dass Finsterwalde lebendig und lebenswert bleibt, vor allem aber auch anziehend für junge Menschen. Die steigende Zuzugs- und Geburtenrate bestätigen das und letzteres freut mich ganz besonders. Denn viele junge Menschen, die unserer Stadt einmal für die Ausbildung oder zum Arbeiten verlassen haben, kommen nun hierher zurück, um Familien zu gründen. Ich denke einen besseren Beweis für die Lebensqualität und ein größeres Kompliment an unserer Stadt ist kaum denkbar.

Die Kitas und Grundschulen sind voll, daneben gab es auch  einige Unternehmensneugründungen. All das sind erreichte Ziele, auf denen man sich nicht ausruhen kann, aber sie zeigen eine positive Richtung an und machen Lust, mehr zu erreichen. Ich lade Sie herzlich ein, nehmen Sie den positiven Schwung aus 2017 auch mit in das neue Jahr. Ich wünsche Ihnen bei all ihren Vorhaben alles Gute und vor allem Gesundheit.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Bürgermeister Jörg Gampe

Bürgermeister

Jörg Gampe
Außenstelle Langer Damm 22
03238 Finsterwalde

Assistenz Frau Schilf  03531 783 101
E-Mail: assistenz-bgm@finsterwalde.de