Finsterwalde gewinnt 9. Landeswettbewerb „kinder- und familienfreundliche Gemeinde“

Unter 22 Gemeinden stach die Sängerstadt mit einem guten Miteinander und der Vielfalt der Angebote aus dem Bewerberfeld heraus

Die eingereichte Bewerbung und der Besuch vor Ort überzeugten die Jury „mit einer sehr guten Kinder- und Jugendbeteiligung. So gibt es einen Baby-Empfang beim Bürgermeister und eine Bürgermeisterfragestunde für Jugendliche, einen Arbeitskreis Jugendarbeit, der regelmäßig die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien ermittelt, sowie ein „Streetworker-Projekt“ an den Schulen. Verlässliche Unterstützer wie die Sparkasse, die Stadtwerke, die Wohnungsgesellschaft und die ansässigen Kultur- und Sportvereine helfen mit, das Freizeitangebot weiter zu verbessern und die Stadt insgesamt familien- und kindergerecht zu gestalten.

So gelingt es der Stadt, den Trend der demographischen Entwicklung umzukehren. Die Einwohnerentwicklung ist stabil, die Bildungseinrichtungen von den Kitas bis hin zu den weiterführenden Schulen sind gut ausgelastet, die Zahl der Schulanfänger bleibt konstant. Und eine – ursprünglich als Privatinitiative gestartete – Agentur für Rückkehrwillige lässt auch die Zahl der Heimkehrer in Finsterwalde stetig steigen. Ein weiteres Plus ist das Engagement der städtischen Wohnungsgesellschaft, bei der Ausstattung der Wohnungen und der Gestaltung des Wohnumfeldes auf die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger – zum Beispiel Barrierefreiheit und begrünte Ruhezonen – zu achten.“, so führt es Zossens Bürgermeisterin Michaela Schreiber in ihrer Laudatio aus.

Jugendkoordinatorin Antje Schulz, Fachbereichsleiter Michael Miersch und Bürgermeister Jörg Gampe nahmen Urkunde, Ehrentafel und Scheck im Brandenburg-Saal der Staatskanzlei Potsdam von Familienministerin Diana Golze und dem Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes Brandenburg, Jens Graf, entgegen.

„Wir sind unheimlich stolz, die Auszeichnung mit nach Finsterwalde nehmen zu können. Die Jury lobte vor allem den Zusammenhalt und die offene Kommunikation unter den verschiedenen Akteuren sowie die Vielzahl der Angebote. Das Preisgeld in Höhe von 38 350 Euro soll der Weiterführung dieser Vielfalt in unserer erfolgreichen Kinder- und Jugendarbeit dienen“, so Bürgermeister Jörg Gampe.

Alle 22 Bewerbergemeinden wurden vor der Entscheidung besucht. Eine Jury hatte die eingereichten Beiträge dann bewertet und die Preisträger ermittelt.

Bewertungskriterien waren unter anderem eine familien- und kinderorientierte Zielsetzung der Gemeindeentwicklung, soziale und kulturelle Infrastruktur sowie die Gestaltung des Wohnumfelds und die Förderung der Mobilität von Familien.

Der Wettbewerb wurde 1998 ins Leben gerufen. Mit der heutigen Preisverleihung wurden bislang 79 Kommunen ausgezeichnet.