Bewegung à la Hengstenberg in der Kita Sängerstadt mit Integration

„Die Kinder müssen das richtige Spielen erst wieder lernen. Beim echten Spielen geht es gerade nicht um Vorgaben, Rollenverteilungen oder darum etwas zu gewinnen. Es geht um freie Entscheidungen, Motivation, Entdecken und darum, den Dingen auf den Grund zu gehen.“ erklärt Peter Fuchs den Eltern und Erzieherinnen, die zur ersten Spielstunde unter dem Motto „Bewegung à la Hengstenberg“ in der Kita Sängerstadt gekommen sind. Peter Fuchs, den die Kinder schon nach dieser halben Stunde in ihre Herzen geschlossen haben, erhält viel Zustimmung für das vorgestellte Konzept mit dem er seit Beginn der 90er-Jahre arbeitet.

Mitgebracht hat er neue Spielgeräte, für die es allerdings keine Spielanleitungen gibt. Die Kippel- und Vierkanthölzer, Kletterleitern und Balancehölzer sollen von den Kindern ganz unvoreingenommen und frei, eben spielerisch entdeckt werden. Nur fünf Regeln gibt es für das gemeinsame Spiel. Die lauten: Zeit lassen, nicht motzen, nicht schubsen und drängeln, die Geräte barfuß nutzen und nur das machen, was man sich auch wirklich zutraut. Wenn es ein „Ziel“ des Spiels gibt, dann nur, dass die Kinder sich selbst vertrauen, ihre Grenzen kennenlernen und sich selbstständig dazu entschließen, wann sie sich beispielsweise über die Kletterleiter trauen und wann sie lieber einen anderen Weg einschlagen. Schwierig ist das Spiel vor allem für die Großen, denn Eltern und Erzieherinnen sollen möglichst wenig, am besten gar nicht eingreifen und die Kinder selbst testen, spielen und eben auch hinfallen lassen.

Obwohl niemand gewinnen oder verlieren kann, es macht den Kindern sichtlich Spaß. Sie erklimmen Leitern, balancieren über Hölzer, kippeln und bauen. "Wir Erzieherinnen beobachten die Kinder und dokumentieren ihre Spielideen", erklärt Kita-Leiterin Corinna Stephan. Die Hengstenbergmaterialien, wie die Bezeichnung der Geräte richtig lautet, passen gut in das integrative Konzept der Kita. Die namensgebende Pädagogin Elfriede Hengstenberg hat ein Spiel- und Bewegungskonzept entwickelt, das die Bewegungsvielfalt der Kinder und ihr Selbstvertrauen stärken soll. Die Unfallkasse Brandenburg begleitet und finanziert das einjährige Projekt und stellt auch die Materialien zur Verfügung. Im Gegenzug dokumentiert die Kita ihre Arbeit und Erfolge mit den Materialien. Auch die Stadt Finsterwalde als Träger der Kita Sängerstadt mit Integration freut sich über die Zusammenarbeit mit der Unfallkasse Brandenburg. Michael Miersch, der als Fachbereichsleiter für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung, auch für die Kita-Verwaltung zuständig ist, war ebenfalls bei der ersten „Spielstunde“ und der Auswertungsrunde mit Eltern und Erzieherinnen dabei. Kita-Leiterin Corinna Stephan und eine weitere Erzieherin werden im Seminar von Peter Fuchs zum Thema weitergebildet, zudem übergab Frau Sydow (Unfallkasse Brandenburg) das Buch zum Konzept.

weitere Informationen zum Thema "Bewegung à la Hengstenberg" finden Sie hier.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Paula Vogel
Außenstelle Langer Damm 22
03238 Finsterwalde
Telefon 03531 / 783 310
E-Mail: pressestelle@finsterwalde.de